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Homogenisierung von Pressbolzen
Homogenisierte Pressbolzen
Nach dem Guss müssen die Pressbolzen thermisch bearbeitet werden, um dadurch die optimalen mechanischen Eigenschaften für die weitere Verarbeitung (Extrusion der Pressbolzen) zu ermöglichen.

Die thermische Bearbeitung verläuft im Homogenisierungsofen, in dem die Pressbolzen stufenweise erhitzt und an der Temperatur von ca. 575°C in den Luftkühler weitergeleitet werden.

Der Homogenisierungsofen ist eine geschlossene Kammer, die mit Erdgas erhitzt wird. Den Vorschub der Pressbolzen in verschieden erhitzte Temperaturzonen des Ofens ermöglicht ein Schritttransporter, der in bestimmten Zeitintervallen die Pressbolzen in die nächste Ofenposition bringt.

Für die richtige Erhitzung und Abkühlung einzelner Legierungstypen sorgt ein Prozesscomputer.

Die abgekühlten Pressbolzen werden an beiden Enden abgesägt, mit Hilfe des automatischen Staplers werden diese auf eine Holzbettung aufeinander gelegt und mit Bändern in Bündel verpackt und Transportfertig gemacht.
 
Der Zweck der Homogenisierung:
  • die Transformation der nadelförmigen Phase (das Ziel sind globulare ß AlFeSi Kristalle, die sich leichter umformen lassen);
  • Verringerung der Mikrosegregation nach dem Gießen der Pressbolzen;
  • Verringerung der Materialspannung;
  • eine kontrollierte Distribution von Disperoiden in Legierungen, die Mangan, Chrom und Zirkonium enthalten;
  • bei der Abkühlung sollte es zu einer kleinstmöglichen Ausscheidung der Inter - Metallphase Mg2Si kommen nach Kristallgrenzen beziehungsweise die Erlangung einer feinen Zwangsgeschmolzenen Phase Mg2Si.
 
Mit der Homogenisierung wird erreicht:
  • dass kleinere widerstände bei Deformationen auftreten - bessere Umformeigenschaft,
  • schnelleres Auspressen,
  • bessere Oberfläche beim Auspressen,
  • bessere mechanische Eigenschaften,
  • bessere Eloxieren,
  • bessere Korrosionseigenschaften.

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